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Warum Aktionswochen im LEH selten nur den Preis erzählen

· Anja Melzer

Beobachtungen zur Sommerwerbung im Lebensmitteleinzelhandel — wie Preissignale, Eigenmarken und Instore-Material zusammenwirken.

Obst- und Gemüseauslage in einem Supermarkt mit Aktionsbeschilderung

In den Juliwochen hängen in vielen Filialen gleichzeitig gelbe Preisschilder, Eigenmarken-Displays und Markenaktionen. Wer nur die größten Rabattzahlen notiert, verpasst, wie die Häuser ihre Stammkundschaft halten wollen.

Was wir in drei Wochen gesehen haben

In regionalen Märkten in Thüringen und Sachsen wechselten Aktionsmotive oft wöchentlich, während Eigenmarken-Regale über den Zeitraum stabil blieben. Das Preissignal war laut; die Markenbindung lief leiser über Verpackung und Platzierung.

Was Markenteams daraus ziehen können

Wer als Markenartikel gegen Eigenmarken antritt, sollte die Woche nicht nur als Preiskampf lesen. Die Frage lautet eher: Welche Botschaft bleibt stehen, wenn der Aktionsflyer gewechselt hat?

Für ein Briefing lohnt sich ein klarer Zeitraum und eine begrenzte Anzahl von Wettbewerbsfilialen — sonst zerfasert die Beobachtung in Anekdoten.